Erwin-von-Kreibig Museum
Neubau an denkmalgeschütztes Gebäude
Ausgangssituation
Die Nachbarschaft zum Nymphenburger Schloss und die Einbindung in die Rondellmauer brachten einige Auflagen des Denkmalschutzes. Das Museum durfte nicht wesentlich höher als die Rondellmauer sein. Weitere Forderung war die durchgehende Ausführung der Außenwände an der Gartenseite aus Glas zwischen den beiden vorhandenen Gebäuden, einem ehemaligen Kavaliersgebäude und einem Sanatoriumsbau der Barmherzigen Brüder. Der Zugang erfolgt von der Schloßseite.
Ausführung
Es entsteht ein zweigeschossiger Körper mit einer Glasfassade. Ein 2,5 m breiter Luftraum verläuft entlang der Fassade, der das Untergeschoss mit Tageslicht versorgt. Im Bereich des Luftraums ist die vertikale Erschließung in Form einer einläufigen Treppe platziert. Über ein ca. 2,1 m breites gläsernes Oberlichtband ist das flachgeneigte Pultdach mit der Rondellwand verbunden. Die Fassadenteilung soll den Gedanken an den Orangeriecharakter der benachbarten Gewächshäuser des Botanischen Gartens aufnehmen. Zum denkmalgeschützten Kavaliershaus schließt ein zweigeschossiger Büro- und Nebenraum an.
Das Museumskonzept sah im wesentlichen zwei über einen großen Luftraum verschränkte Räume vor, sowie eine künstlich belichtete rückwärtige Zone im Untergeschoss für Graphiken und Aquarelle. Zusätzliche Hängeflächen sind an den Außenwänden, weitere Stellflächen ergeben sich in den Achsen der Stahlbetonstützen.

Zeitraum: 1989 – 1991
Ort: Südliches Schlossrondell, München
Leistungsphasen: 2 – 5
kontinuierliche Bauherrenbetreuung
Nutzung: Öffentlicher Bau
Bruttorauminhalt: 2.285 m³
Hauptnutzfläche:
Bruttogeschossfläche: 462 m²
Baukosten: 1 Mio DM
Bauherr: Erwin von Kreibig Stiftung München








